Gartentipp
Der Garten – ein eigenes Stück Natur
15. Juni 2020

Der Juni verwöhnt uns mit einer Farbenfülle im Garten. Alles wächst und gedeiht üppig und vielfältiges Leben brummelt in der grünen Oase. Wohl deshalb hat der Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde (BDG) bereits seit 1984 den zweiten Sonntag im Juni zum „Tag des Gartens“ ausgesprochen. Die Mitarbeiter der Bayerischen Gartenakademie betonen gerne und ausführlich die Bedeutung des Gartens – gerade in diesem Jahr.

Es kann sich glücklich schätzen, wer einen Garten hat, oder wenigstens einen Minigarten auf dem Balkon. Nicht nur in Zeiten von Covid-19 ist es ein Ort, der gerne aufgesucht wird. Jeder Garten ist unterschiedlich und Ausdruck der eigenen Persönlichkeit. Im Gegensatz zu Gärten im ländlichen Bereich sind die Gärten in der Stadt meist wesentlich kleiner, trotzdem aber ein wichtiger ökologischer Bestandteil. Bereits wenige Fensterkästen mit Blumen und /oder Kräutern helfen, dem Grau in der Stadt entgegenzuwirken.

Der Obst- und Gemüsegarten

Früher mussten die Gärten vor allem zur Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln beitragen. Sie lieferten verschiedene Gemüse- und Obstarten, um das ganze Jahr über versorgt zu sein. Heute rückt zunehmend die Freude am Grün in den Vordergrund. Oft sieht man deshalb Tomaten, Kürbis und andere Fruchtgemüse sowie Salate und Kräuter. Aber auch seltene Gemüse und Liebhabersorten finden immer mehr Einzug. Der Garten wird zu einem Ort des Ausprobierens. Dazu gehört natürlich weiterhin der eigene Genuss. Beerenobst passt auch in kleine Gärten. Mengenmäßig reicht es zwar oft nicht zum Konservieren, aber zum Naschen langt es allemal.

Der Entdeckergarten

Ein Garten ist voller Leben. Wer sich auf Spurensuche begibt wird schnell fündig. Auf Lippen- und Korbblütlern sowie Doldenblütlern, die Pollen und Nektar bieten, versammeln sich die meisten Insekten. Schnell wird einem klar, dass es eine Vielzahl unterschiedlichster Blütenbesucher gibt. Ein weiterer beliebter Ort zum Entdecken ist ein Teich. Bereits der kleinste Tümpel ist voller Leben, besonders wenn verschiedene Zonen zur Verfügung stehen. Schnell erscheinen Libellen, die ihre Eier im Wasser ablegen. Auch ein Stück Totholz und eine Natursteinmauer sind wertvolle Lebensräume. Der im Trend liegende Naturgarten wird somit zum Entdeckergarten schlechthin. Nicht nur Kinder können sich begeistern, sondern auch immer mehr Erwachsene nutzen das Beobachten und Staunen zum Entschleunigen.

Der Gartenwandel

Der Garten begleitet uns durch die Jahreszeiten. Nichts bleibt gleich: im Februar erscheinen erste Frühlingsblüher bis schließlich im Spätherbst und Winter Spinnweben und Raureif stehen gebliebene Blütenstände von Stauden und Gräsern überziehen.
Auch im Laufe der eigenen Lebensphasen wandelt sich ein Garten. Familien mit Kindern brauchen Spielrasen und Sandkasten und viel Platz zum Toben und Spielen. Diese Bereiche laden später ein, um Gartenideen zu verwirklichen.
In die Jahre gekommene Gärten haben ihren Charme, jedoch sind gelegentlich Veränderungen nötig. In der (Neu-)Gestaltung kann sich die eigene Persönlichkeit ausdrücken, was sich in den Vorlieben für Pflanzen, Baulichkeiten oder Dekorationen zeigt.

Der Erholungsgarten

Jeder gut durchdachte Garten dient zugleich unserer Erholung. Gerade die Farbe Grün wirkt sich beruhigend aus. Blüten und Blattfarben lockern auf und zaubern bunte Fröhlichkeit ins ruhige Grün. Je nach Größe des Gartens ist es sinnvoll sogar mehrere Sitzplätze und Aufenthaltsmöglichkeiten zu haben. Somit hat man auf den Gartenraum einen Blick von verschiedenen Stellen aus. Auch kann man so gezielt der Sommersonne weichen oder die ersten und letzten Sonnenstrahlen des Jahres genießen, sei es mit einer Tasse Kaffee oder einem Buch. Mit geliebten Duftpflanzen rund um die Sitzbereiche wird der Garten zur Wohlfühloase.