Gartentipp
Erntefülle im Herbst
5. Oktober 2020

Überall da, wo noch kein Raureif die Beete bedeckt hat, steht der Garten in voller Pracht. „Der Herbst ist eine erntereiche und farbige Zeit“, schwärmen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie. Der Sommer geht zu Ende und der Herbst durchdringt den Garten.

Die heißen Tage des Sommers sind vorüber. Der Herbst bringt feuchte Luft und kühle Temperaturen, teilweise stärkeren Wind. Bevor der Garten in den Winterschlaf geht, schüttet er noch sein Füllhorn aus.

Herbstobst aus dem Garten

Nach dem Sommer freut man sich über die knackigen Äpfel und süßen Birnen, saftigen Zwetschgen und goldgelben aromatischen Quitten. Während Birnen und Zwetschgen abgeerntet und teilweise verwertet sind, hängen manche Apfelsorten noch am Baum. Doch auch hier wird es Zeit für die Ernte des Lagerobstes. Ganz vorsichtig wird es vom Baum gepflückt und einlagig in flache Kisten gesetzt. Gesunde Früchte taugen zur Lagerung an einem sehr kühlen Ort. Andere verzehrt man schnell und verarbeitet sie zu Mus, Kuchen, Aufstrichen etc. bevor Fäulnispilze die Frucht zerstören.
Quitten leuchten goldgelb und duften aromatisch. Bleiben sie jedoch zu lange hängen, verstärkt dies die Fleischbräune. Für eine längere Lagerung werden gesunde Früchte verwendet, die von Grün in Gelb färben. Walnüsse gehören ebenfalls zum Herbst. Die Nüsse werden möglichst täglich aufgelesen. Liegen sie längere Zeit im feuchten Gras, beginnen die Kerne zu schimmeln. Trocknen Sie die Nüsse einlagig in Gitterkistchen an trockenen nicht zu kalten Stellen. Zuvor werden die anhaftenden grünen ober braunen Schalen vollständig entfernt. Haften schwarze Schalen hartnäckig an der Nuss, könnte das ein Hinweis auf die Walnussfruchtfliege sein, deren Maden in der grünen Schale fressen.

Herbstliches Gemüse

Letzte Sommergemüse wie Tomate, Zucchini und Bohnen, stehen noch auf dem Speiseplan. Doch mehr und mehr bereichern Herbstsalate wie Endivien und Feldsalat die Mahlzeiten. Auch Mangold, Möhren und Rote Bete werden nun in die Speisenbereitung mit eingeplant. Sie können lange auf den Beeten stehen, so dass man sie immer frisch erntet. Wärmende Gerichte tun nun in der kühlen und feuchten Jahreszeit gut. Vergessen wir nicht die Kürbisse, die nun in großer Vielfalt erntereif sind. Besonders schmackhaft sind Muskatkürbisse, Butternut- und Hokkaido-Kürbisse. Sie schmecken nicht nur als Suppe……

Erntefülle für Tiere

Der Herbst deckt auch den Tisch von Tieren, die eine Speckschicht für den Winter benötigen. Fallobst fressen nicht nur Mäuse. Auch Insekten, Igel und Vögel laben sich daran. Eichhörnchen sammeln Nüsse, Stieglitz und andere Körnerfresser picken die Samen von Schmuckkörbchen, Ringelblume und Sonnenblume. Spätblühendes im Staudengarten nährt Bienen und andere Insekten. Besonders gerne werden Astern besucht, die Pollen und Nektar bieten. Auch die Fette Henne gehört zu den Insektenmagneten im Herbst. Und ein blauer Nahrungstopf ist die Bartblume, die als Kleinstrauch auch in kleinen Gärten einen Platz findet. So sind beispielsweise auch die Früchte von Rosen, Vogelbeere, Efeu, Schlehe, Feuerdorn, Pfaffenhütchen und Berberitze wertvolle Futterquellen für Tiere, die den Winter in den Gärten verbringen.