Gartentipp
Rosen im Winter schützen
21. Dezember 2020

Die Rosenvielfalt ist riesengroß. Deshalb findet man auch in fast allen Gärten ein oder mehrere Exemplare. Eigentlich sind Rosen recht robust. Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie geben Ratschläge, warum ein Winterschutz trotzdem sinnvoll sein kann.

Rosenschutz im Winter kann auch dekorativ sein. So mancher wird zum Verpackungskünstler, speziell bei Hochstammrosen. Übrigens lassen sich auch gut die Zweige des Weihnachtsbaumes verwenden. Fichtenreisig eignet sich jedoch nicht, denn die Nadeln fallen schnell ab.

Warum Rosen im Winter schützen?

Ältere, eingewachsene Strauch- und Beetrosen vor allem auch die robusten und wüchsigen Kleinstrauchrosen benötigen in wintermilden Gebieten in der Regel keinen Winterschutz mehr. Anders verhält es sich bei Neupflanzungen und Rosenhochstämmchen. „Winterschutz“ bedeutet Schutz im Winter. Das heißt, dass Schutzmaßnahmen nicht zu früh erfolgen sollten. Erst wenn eine längere Kälteperiode oder stärkere Fröste zu erwarten sind, werden die Pflanzen geschützt.

Schutz benötigt die empfindliche Veredlungstelle. Bei einer fachgerechten Pflanzung der Rosen liegt die Veredlungsstelle etwa fünf bis acht Zentimeter unter der Erde und ist somit schon geschützt. Zusätzliches Anhäufeln mit Erde, aber auch mit Laub sowie Abdecken mit Nadelreisig ist möglich. Es schützt, nicht nur vor Kälte, sondern auch vor Verdunstung und Wintersonne. Das Anhäufeln der Rosen mit Erde als Winterschutz ist in den ersten Jahren zu empfehlen. Bei älteren, unempfindlichen Rosensorten reicht dann ein Abdecken mit Koniferenzweigen.

Ist die kalte Zeit im zeitigen Frühjahr vorbei, wird der erste Schutz entfernt, damit die Pflanzen nicht zu bald austreiben und Spätfröste Schäden anrichten. Das Nadelreisig bleibt aber für Kälteeinbrüche in Reichweite liegen.

Stammrosen mit Winterschutz

Komplizierter ist der Winterschutz bei Stammrosen. Die empfindliche Veredlungstelle liegt nämlich in luftiger Höhe, direkt unterhalb der Krone. Die Verdickung am Stammfuß ist keine Veredlung und bleibt bei einer Pflanzung etwa zehn Zentimeter über der Erdoberfläche.

Als Winterschutz wird die Krone mit Vlies eingepackt, wobei das Vlies unterhalb der Veredelungsstelle zusammengebunden wird. Es eignet sich auch Jutegewebe oder anderes luftdurchlässige Material. Eventuell können im Kronenbereich zusätzlich Nadelzweige eingesteckt werden. Keinesfalls sollten Sie Folien verwenden, da diese keinen Luftaustausch zulassen und Fäulnis und Schimmel fördern. Oft sind die Kronen über den Sommer groß gewachsen, was eine optimale Verpackung verhindert. Ein leichter Rückschnitt zur Formgebung für ein einfacheres Einpacken der Krone ist möglich. Der richtige Rosenschnitt erfolgt wie bei anderen Rosen erst im Frühjahr.