Gartentipp
Feldsalat – beliebt im Herbst und Winter
6. September 2021

Sommergemüse haben ihren Dienst im Garten getan. Herbstliche Temperaturen sorgen dafür, dass die Kultur zu Ende geht und keine Ernte mehr zu erwarten ist. „Nun gibt es freie Plätze im Gemüsebeet“, wissen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie und empfehlen Feldsalat als Nachfolgekultur.

Feldsalat ist mit seinem leicht nussigen Geschmack ein typischer Herbst- und Wintersalat. Schnell werden leere Plätze im Garten wieder begrünt, was auch noch dem Boden nützt.

Minisalate im Garten anbauen

Von jetzt an können Sie Feldsalat säen oder pflanzen. Während des ganzen Septembers können Sie noch aussäen, bevor es für die Keimung zu kalt wird. Die Aussaat erfolgt in der Regel in Reihen. Dann bleibt dazwischen Platz zum Hacken und Unkrautentfernen. Alternativ können Sie Feldsalat bis Mitte Oktober im Freiland und danach noch im Gewächshaus pflanzen. Dort ist in milden Wintern der Anbau sogar durchgängig bis ins Frühjahr möglich. Wird es draußen kalt, schützen Sie den Feldsalat im Beet und im Gewächshaus mit einer Vliesabdeckung. Somit stockt er nicht zu stark im Wachstum. Übrigens: Wer keinen Garten hat, kann Feldsalat auch problemlos im Blumenkasten anziehen.

Feldsalat wird in vielen Gärtnereien und manchen Gartencentern in Erdpresstöpfchen angeboten. Hierbei sind mehrere Samenkörner in einem gepressten Erdwürfel gekeimt. Wie auch bei anderem Salat setzen Sie die Presswürfel mit den Jungpflänzchen so ins Beet, dass nur etwa die Hälfte der Erdwürfel bedeckt ist. Die Salatpflänzchen liegen so auch während des Wachstums nicht auf der Erde auf. Dies beugt Fäulnis vor.

Sie möchten selbst in kleinen Töpfchen anziehen? Nehmen Sie eine Multitopfplatte mit drei Zentimeter Topfgröße (oder ähnliche Gefäße), füllen diese mit Aussaaterde und legen jeweils bis zu sieben Samen hinein. Drei Wochen später lassen sich die kleinen Pflanzenbüschel auspflanzen. Unschlagbar bei gepflanztem Feldsalat ist die schnelle und saubere Ernte. Mit einem Messer schneidet man die fertigen Salatbüschel einfach weg. Die Mini-Salate bleiben kompakt und fallen nicht auseinander. Erd- und Sandkörnchen im Salat sind auf ein Minimum reduziert, was Sie beim Waschen bemerken werden.

Beim Feldsalat dauert es von der Aussaat bis zur Ernte nicht sehr lange - bei milder Witterung nur wenige Wochen. Deshalb ist ein satzweiser Anbau ratsam. Dann können Sie regelmäßig ernten und werden nicht von Feldsalatmassen überhäuft. Selbst kleine Leerstellen im Gartenbeet können so genutzt werden. Eine Vliesauflage nach der Aussaat beschleunigt das Keimen.

Leider kann der Echte Mehltau Probleme bereiten und den Feldsalat schädigen. Achten Sie deshalb auf einen luftigen, nicht ganz vollsonnigen Standort und säen bzw. pflanzen Sie nicht zu dicht, damit eine schnelle Abtrocknung der Blätter gewährleistet ist. Kaufen Sie nur Saatgut mit toleranten Sorten.

Feldsalat im Herbst und Winter

Feldsalat besteht aus kleinen einzelnen Blattrosetten. Er eignet sich daher gut für Einzelpersonen oder für Mischungen mit anderen Salaten oder Salat-Gemüsen, denn es können auch nur wenige (und daher immer frische) Feldsalate geschnitten werden. Durch den Anbau ab Spätsommer und durch die kalte Jahreszeit hinweg sind die Blätter meist etwas härter als Kopfsalat. Auch schmecken sie meist kräftiger und lassen sich daher gut mit Nüssen, aber auch Apfel, Birne und Möhre kombinieren.

Bis zu Ernte tut der Feldsalat einen wichtigen Dienst für den Gartenboden. Noch vorhandener Stickstoff im Boden wird zum Wachstum der Pflanze genutzt und über den Winter nicht ausgewaschen. Feldsalat eignet sich deshalb auch als Gründüngung. Er bedeckt die Erde und verhindert Bodenerosion durch seine verzweigten Wurzeln. Feldsalat in Reihe gepflanzt ist pflegeleichter. Möchte man ihn gezielt als Gründüngung nutzen, ist auch eine breitwürfige Aussaat denkbar. Dann schneidet man zum Ernten immer wieder die größten Röschen heraus. Überwinterte Pflanzen blühen im Frühjahr und samen aus oder man sammelt die Samen für den nächsten Herbst.