Gartentipp
Herbstliche Balkonbepflanzung
28. September 2026

Letzte Sommerblumen blühen auf Balkonen und Terrassen. Doch kalte Nächte sind für sie nicht mehr ideal und schnell werden die Pflanzen braun und blühen nicht mehr. Doch was schmückt jetzt unsere Gefäße draußen? Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie wissen Rat.

Verschiedene kälteverträgliche Pflanzen bringen jetzt im Herbst noch mal Farbe. Das Angebot ist momentan groß. Dieses gilt es zu nutzen.

Das bringt Farbe

Sommerblumen punkten mit bunten Blüten, doch auch in der kalten Jahreszeit muss man auf Farbe nicht verzichten. Herbstblüher zeigen die Bepflanzung von ihrer besten Seite. Zum einen sind es die Blüten von beispielsweise niedrigen Astern, Alpenveilchen (Cyclamen hederifolium), Fetthenne, Heidegewächsen, Chrysanthemen, Bleiwurz, Strauchveronika (Hebe) und natürlich Stiefmütterchen in vielen Farben. Manche Blüten werden auch im Herbst noch gerne von Insekten beflogen.

Manche Pflanzen tragen farbige Früchte, die in der Herbstsonne leuchten. Es sind dies unter anderem Zier-Johanniskraut (Hypericum x indorum), Topfmyrthe (Pernettya mucronata), Schein- oder Rebhuhnbeere (Gaultheria procumbens) und Skimmie (Skimmia japonica).

Doch nicht nur Blüten und Früchte lassen die Gefäßpflanzung bunt erscheinen. Verwenden Sie Blattschmuckpflanzen. Besonders die Blätter der Purpurglöckchen (Heuchera) bieten eine Menge unterschiedlicher leuchtenden Herbstfarben: gelb-grün, orange, rot und braun, jeweils auch mit Silberstruktur. Auffallend schimmern zudem Pflanzen, die silberne Blätter tragen wie Stacheldrahtpflanze, Heiligenkraut und Silberblatt. Wolfsmilch-Arten, Günsel und andere haben je nach Sorte ebenfalls buntes Laub.

Das bringt Struktur

Eine herbstliche Gefäßbepflanzung lebt. Unterschiedliche Strukturen, auch in der Höhe, fördern diese Lebendigkeit. Integrieren Sie deshalb Gräser, die eine gewisse Leichtigkeit bringen, wenn sie mit zarten Blättern oder duftigen Fruchtständen im Wind wehen. Nutzen Sie (leicht) hängende Pflanzen, die durch ihren Wuchs das Pflanzenarrangement üppiger erscheinen lassen wie Efeu und Mühlenbeckie. Auch kleine Gehölze passen gut in größere Pflanzgefäße, z.B. Zwergkiefer, Zuckerhutfichte, Immergrüne Heckenkirsche (Lonicera nitida) und Efeu.

Das ist zu beachten

Warten Sie nicht zu lange mit Ihrer Herbstbepflanzung. Momentan ist das Sortimentsangebot in Gartenbaubetrieben und Gartencentern noch recht groß. Die hier aufgeführten Pflanzen sind lediglich Vorschläge, denn Sie werden viel mehr finden. Bestücken Sie nun bald Ihre Gefäße, denn jetzt wurzeln die Pflanzen noch besser an und überstehen somit auch die Winterzeit besser. Achten Sie darauf, dass die Arrangements nicht zu nass stehen, um die Gefahr des „Auffrierens“ zu reduzieren. Achten Sie beim Bepflanzen der Gefäße auf einen guten Wasserabzug. Sie können bei großen Töpfen das Abzugsloch mit einer gewölbten Tonscherbe abdecken und dann groben Kies, weitere Tonscherben oder Blähton, je nach Größe des Pflanzgefäßes einige Zentimeter einfüllen. Denken Sie an Wasser, wenn die Gefäße trockenstehen. Dies ist auch in den Wintermonaten besonders bei milder Witterung und Sonne wichtig, denn häufig erfrieren die Pflanzen nicht, sondern vertrocknen. Bei stärkeren Frösten oder Dauerfrost sorgen Kokosmatten, Sackleinen oder Luftpolsterfolien für Kälteschutz, falls kein Umstellen an einen geschützten Platz möglich ist.

Frühlingsblühende Zwiebelblumen in Kästen zu integrieren ist oft problematisch, da sie in schmalen Kästen durchfrieren und schließlich faulen. In großen Gefäßen ist dies jedoch denkbar. Verwenden Sie frühblühende und niedrig bleibende Arten und Sorten von Narzissen und Tulpen sowie Schneeglöckchen, Winterling, Krokus und Schneeglanz. Übrigens können überwinterte Stauden und Gehölze mehrjährig verwendet oder in den Garten gesetzt werden.