Weinleseeröffnung 2019
Markus Söder und Michaela Kaniber als Lesehelfer

Dr. Markus Söder, Michaela Kaniber und Carolin Meyer beim Abschneiden von Trauebn im Weinberg
Ärmel hochkrempeln und ran an die Schere! Am vergangenen Donnerstag, den 5. September, konnte sich die LWG am Thüngersheimer Scharlachberg über ganz besondere Lesehelfer freuen: Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber und die Fränkische Weinkönigin Carolin Meyer eröffneten mit einem symbolischen Scherenschnitt die Weinlese in Franken – natürlich stilecht und traditionsbewusst im Silvaner-Weinberg.

Aus Franken für die Welt

Die vorsorglich vom LWG-Präsideten Dr. Hermann Kolesch bereitgelegten Pflaster kamen nicht zum Einsatz. Denn der bayerische Landesvater wie auch die Landwirtschaftsministerin schnitten gekonnt zu und hatten in kürzester Zeit einen ganzen Leseeimer gefüllt. Besonders Markus Söder hatte sichtlich Spaß und kam dabei auch ins Schwärmen: „Frankenweine sind seit vielen Jahren nationale und internationale Champions – innovativ, anspruchsvoll und erstklassig in der Qualität.“ Kein Wunder also, dass der Silvaner – der fränkischste aller Weine – bei Empfängen in der Staatskanzlei auf den Tisch kommt und auch im heimischen Keller des Ministerpräsidenten zu finden ist.

Impressionen der Weinleseeröffnung

Wasser – seltenes & kostbares Gut

„Die Liebhaber des Frankenweins können sich in diesem Jahr auf besonders gehaltvolle und charakterstarke Weine freuen“, so Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber. So rechnet der Fränkische Weinbauverband mit einem Ertrag von rund 80 Hektoliter pro Hektar Rebfläche. Doch die Folgen des Klimawandels, insbesondere die anhaltende Trockenheit, stellen auch den fränkischen Weinbau zunehmend vor Herausforderungen. Zentrale Dreh- und Angelpunkte sind daher Strategien und Lösungen für eine nachhaltige Bewässerung. Landwirtschaftsministerin Kaniber machte deutlich, dass der Freistaat die Winzer bei dieser Generationenaufgabe nicht alleine lässt und dazu bereits auch mehrere Forschungsprojekte laufen.

Weinberg trifft Biodiversität

Ob Totholz, Blühstreifen oder Steinriegel: Mit zahlreichen Maßnahmen können Weinberge zum Blühen gebracht und mit wenigen Handgriffen und geringem Aufwand ein Lebensraum für Insekten, Vögel & Co. gestaltet werden. Bei einem Rundgang durch die Steillage des Thüngersheimer Scharlachberges zeigte sich Markus Söder vom deutschlandweit einzigartigen Forschungsprojekt „Weinbau 2025“ restlos begeistert. „Auch die Winzer stellen sich ihrer Verantwortung zum Erhalt und Ausbau der Artenvielfalt in der bayerischen Kulturlandschaft – denn Biodiversität geht jeden an“, betonte auch Michaela Kaniber. Als lebendiges Zeichen dafür setzten Söder und Kaniber auf der Roten Liste für bedrohte Tierarten stehende Rotflügelige Ödlandschrecken aus, die in den fränkischen Weinbergen zunehmend öfter anzutreffen sind.
Weinbau im Klimawandel - Eine Weintraube im Sonnenlicht.
Der Weinbau in Franken
Mit rund 6.300 Hektar Rebfläche ist Franken das größte Weinanbaugebiet in Bayern. Knapp 3.400 Weinbaubetriebe bewirtschaften die fränkischen Rebflächen, wovon rund 750 Winzer dabei ihre Weine selbst vermarkten und regelmäßig auf dem internationalen Weinparkett renommierte Preise abräumen. Mit einem umfangreichen Förderprogramm unterstützt das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten den heimischen Weinbau und investiert so in die Zukunftsfähigkeit der oftmals seit mehreren Generationen bestehen Weinbaubetriebe.