Boden, Umwelt

Hauptaufgabe des Bodenlabors ist die Untersuchung von Böden auf pflanzennotwendige Haupt- und Spurennährstoffe, bodenphysikalische Parameter und anorganische Schadstoffe. Aus der Bestimmung dieser Werte wird die Nährstoffsituation von landwirtschaftlich und gartenbaulich genutzten Flächen beschrieben. Dies dient zur Planung von Düngungsmaßnahmen ebenso wie zur Kontrolle von Düngungsstrategien im Rahmen von Anbauversuchen.

Das Bodenlabor erstellt Untersuchungsergebnisse für die Freiland- und Gewächshausversuche der LWG. Im Auftrag der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Freising werden Bodenproben aus deren pflanzenbaulichen Versuchswesen untersucht. Dadurch werden Synergien gebündelt und vorhandene Kompetenzfelder an der LWG genutzt.

In Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft kontrolliert das Sachgebiet die Analysenqualität der Labors, welche im Auftrag des Landeskuratoriums für Pflanzliche Erzeugung in Bayern e.V. (LKP) Bodenproben untersuchen. Das Sachgebiet führt dazu jährliche Ringversuche durch und dient als Referenzlabor für die Nachkontrolle von Stichproben bei den Labors. Zur eigenen Qualitätssicherung und zur Weiterentwicklung von Untersuchungsverfahren arbeitet das Bodenlabor eng mit den jeweiligen Arbeitsgruppen des Verbands Deutscher Landwirtschaftlicher Untersuchungs- und Forschungsanstalten (VDLUFA) und der Arbeitsgemeinschaft für Lebensmittel-, Veterinär- und Agrarwesen (ALVA)﴿ zusammen.

Forschungs- und Innovationsprojekt
Pflanzenkohle in Baumsubstraten

Pflanzenkohlen unterschiedlicher Herkunft

Bei Substraten für Baumpflanzungen stehen die physikalischen Eigenschaften im Vordergrund. Die chemischen und biologischen Eigenschaften der Baumsubstrate werden kaum berücksichtigt. Die Substrate sollen struktur- und verdichtungsstabil sein, ein hohes Porenvolumen, eine hohe Luft- und Wasserkapazität sowie eine ausreichende Wasserdurchlässigkeit besitzen. Um diesen technischen Anforderungen zu entsprechen, bestehen die Substrate größtenteils aus grobkörnigen, mineralischen Komponenten. Organische Komponenten werden nur in geringem Maße zugegeben, damit eine tiefe und gleichmäßige Durchwurzelung begünstigt wird und keine Fäulnisprozesse und Sackungen auftreten.  Mehr

Studie: Die Totenasche - ein Problemfall für den Bodenschutz?
"Denn Staub bist Du, und zum Staub kehrst Du zurück!"

Kremationsasche

Durch die Einäscherung einer Humanleiche ergeben sich in einer Feuerbestattungsanlage grundsätzlich zweierlei Arten von Feststoffen. Zum einen sind dies die Feststoffe in Form von Ascheablagerungen und die Filterstäube auf Seiten der Rauchgasreinigung. Zum anderen sind es die Feststoffe der Totenasche in der Ascheentnahme des Kremationsofens. Diese Totenasche ist das eigentliche Ziel und Ergebnis der Kremation. Die Bestattung der Totenasche, eingebettet in einer Urne, im Boden eines hierfür ausgewiesenen Bestattungsplatzes, ist in unserem Kulturkreis die weitaus überwiegende Form.  Mehr

Schwerpunkt
Bodenuntersuchung

Boden Bodenproben

Beim Anbau von Nutzpflanzen ist die bedarfsorientierte Bemessung von Düngungsmaßnahmen in der guten fachlichen Praxis fest verankert. Mit der repräsentativen Entnahme von Bodenproben und deren Untersuchung in Fachlabors zur Beschreibung und Bewertung der Nährstoffsituation im Boden steht Landwirten, Gärtnern und Winzern ein vielfach validiertes, universelles und kostengünstiges Hilfsmittel zur Verfügung.   Mehr