Forschungsprojekt 2015 - 2019
Beikrautregulierung in Ökobetrieben mit Gemüsekulturen unter besonderer Betrachtung von moderner RTK-Steuerung-, Ultraschall- und Kameratechnik inkl. Arbeitswirtschaft und Kosten

Projekt Ökologische Beikrautentfernung
Die Beikrautregulierung in Ökobetrieben mit Gemüsekulturen ist häufig verbunden mit viel Handarbeit und maschinellem Arbeitsaufwand. In den letzten Jahren wurden in der Landtechnik Technologien wie GPS-RTK-, Kamera- oder Ultraschallsteuerung zur automatischen Führung von Landmaschinen entwickelt. Diese modernen Steuerungstechniken sollen nun auch vermehrten Einsatz in der mechanischen Beikrautregulierung in Gemüsekulturen finden, um diese schlagkräftiger zu machen und die Kosten zu minimieren.
Zielsetzung
Ziel des Projektes ist es, die verschiedenen Steuerungstechniken (GPS-RTK, Kamera, Ultraschall) bei Hackmaschinen in den Kulturen Möhren und Rote Bete miteinander zu vergleichen. Hierbei sollen sowohl der Erfolg der Maßnahmen als auch arbeitswirtschaftliche Aspekte betrachtet werden.
Versuche in anderen Anbaugebieten zeigten, dass der Einsatz dieser modernen Technik die Präzision der Maschinen verbessern kann und somit die Handarbeit und Schäden an der Kulturpflanze vermindert wird. Zudem führen größere Arbeitsbreiten und höhere Geschwindigkeiten zu einer Minimierung der Arbeitszeit. Ein weiterer Vorteil sind die geringere Beanspruchung des Fahrers und die Ausweitung der Arbeitszeiten bis in die Dunkelheit hinein.
Projektbeschreibung
Auf neun Versuchsflächen in sechs ökologisch wirtschaftenden Betrieben in den Landkreisen Würzburg und Schweinfurt werden vier verschiedene Techniken zur automatisierten Steuerung von Hackmaschinen in Feldversuchen getestet. Die Versuche werden in Möhren und Rote Bete angelegt. Es wird darauf geachtet, dass auch Flächen mit starken Gefällen verwendet werden, um die Arbeit der verschiedenen Techniken auf hängigen Flächen beurteilen zu können. Ein Vergleich mit betriebsüblichen Maßnahmen zur Beikrautregulierung in den Kulturen wird stattfinden.
Für den Umstieg auf die neue Technik in den Betrieben, soll aus den Versuchen eine Arbeitsempfehlung für die Praxis erarbeitet werden.
Projektdaten
Projektleitung: Oskar Kreß (Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, Veitshöchheim)
Projektbearbeitung: Sabine Staub und Simon Brell (Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, Veitschöchheim)
Laufzeit des Projektes: 01.02.2015 bis 31.01.2019
Fördernde Stelle: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Förderkennzeichen: A/15/08