Gartentipp
Ein Garten hält gesund
1. April 2024

„Der kürzeste Weg zur Gesundheit ist der Weg in den Garten“. Diese Aussage von Gärtner Pötschke freut alle Freizeitgärtner, denn sie zeigt, wie umfassend gesund ein Garten sein kann. Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie zeigen ein paar der vielfältigen Aspekte auf.

Der Weltgesundheitstag am 7. April gibt Anlass, auf die gesundheitlichen Aspekte des Gartens einzugehen: sei es die Ernährung mit eigenem Obst und Gemüse oder die Bewegung im Garten.

Obst und Gemüse: besondere Produkte aus dem Garten

Selbst in einem kleinen Garten, auf nur wenigen Quadratmetern, ist es möglich eine Vielfalt verschiedener Gemüsearten und auch manches Obst anzubauen. Und was ist frischer als von der Pflanze in den Mund? Sei es die rote Erdbeere, der knackige Apfel, der frische Salat, die junge Möhre oder das Radies. Hier können Sie nach Bedarf und Laune anbauen und ernten. Zudem haben Sie Einfluss auf den Anbau und die Pflege der Pflanzen.

Sie pflanzen an, was Ihnen besonders gut schmeckt und gelingt. Auch Neuheiten oder Besonderheiten/Spezialitäten können gut ausprobiert werden. Experimentierfreudige versuchen beispielsweise Neuseeländer Spinat, Süßkartoffeln, Gemüsesoja/Edamame, Erdnuss und Kichererbsen im Gemüsebeet. Schwarze, rote und gelbe Himbeeren, verschiedene Johannisbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren bereichern den Naschobstteller. Die Schwarze Apfelbeere Aronia ist ein weiteres Superfood aus dem Garten. Natürlich begrenzt die Gartengröße die Vielfalt der Anbaumöglichkeiten. Aber mit klugen Überlegungen kann auch ein Balkon gesunde Frische liefern; z.B. Kräuter, Salate und Erdbeeren in Balkonkästen und Kisten, Tomaten und Beerenobst im Kübel.

Der Garten für die Gesundheit und das Wohlbefinden

Gartenarbeit hält fit. Durch die fast täglichen Arbeiten draußen im Freien kommt der Kreislauf in Schwung. Außerdem ist Gartenarbeit sehr abwechslungsreich. Mit Umgraben, Rückschnitt, Unkrauthacken und Jäten, Gießen, Säen und Pflanzen werden verschiedene Muskeln beansprucht. Selbst im fortgeschrittenen Alter sind regelmäßige Arbeiten im Garten möglich. Sie halten fit und mobil – Gartengymnastik.

Gartentherapie oder Therapiegarten? Ein Garten ist gut für die Psyche. Er lässt sich mit allen Sinnen wahrnehmen. Denken wir an den Duft der Blüten und Kräuter, die bunten Farben der Blumen im Frühling und der Blätter im Herbst, das Plätschern von Wasser, das Summen der Insekten……und natürlich der Geschmack von süßen Beeren, würzigen Kräutern und frischem Gemüse. Der Garten ist ein Genussort, der zudem entspannt und belehrt, wenn wir es zulassen. Denn ein Garten ist bei weitem nicht nur mit Arbeit verbunden. Doch beispielsweise auch das Unkrautjäten kann zur Therapie werden, wenn man Ablenkung braucht und Arbeiten ohne viel Denken. Ein Stück Garten erdet. Er bringt uns bei, wie sich die Natur verhält, dass es Zeit und Geduld braucht, bis eine Pflanze wächst und Ernte bringt. Witterung und Jahreszeiten verändern das Gartenbild fast täglich. Wir erleben dadurch die Jahreszeiten bewusster. Es gibt immer etwas zum Schauen und Staunen.

Der Garten für Biodiversität und Klima

Ein naturnaher Garten ist ein Paradies für viele: für uns Menschen, aber auch für Tiere. Durch die Vielfalt an Pflanzen, die Blüten und Früchte hervorbringen fühlen sich Insekten, Vögel und kleine Säugetiere wohl. Die Vielgestaltigkeit mit Wasserstellen und Teich, Totholz, Hecken und Trockenmauern bietet verschiedensten Tieren Lebensraum und Unterschlupf.

Ein Garten definiert sich aber auch durch sein „Grün“. Große Bäume spenden kühlen Schatten. Aber auch kleine Bäume und Sträucher verbessern mit ihren Blättern die Luft. Die Verdunstung grüner Blätter kühlt die Umgebung. Sogar kleine Pflanzen zwischen Pflasterwegen sind wichtig. Geschickt eingeplant, verlängert sich der Aufenthalt im Garten, auch an heißen Tagen.