Gartentipp
Weitere Nutzung für den Weihnachtsbaum
5. Januar 2026

Hatten Sie im Advent die Überlegung welcher Baum zu Weihnachten im Zimmer stehen soll? Traditionell oder Weihnachtsbaum im Topf? Oder ist ein Kunststoffbaum nachhaltiger? Alles hat sein für und wider. Auch ein geschlagener Baum ist nachhaltig und kann sogar im Garten noch gute Dienste tun, wissen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.

Ein Baum für nur wenige Tage im Jahr ist zu kostbar. Meist wird er nach Heilig-Drei-König aus der Wohnung verbannt. Im Garten, auf Balkon und Terrasse lässt er sich noch weiter nutzen.

Geeignete Weihnachtsbäume

Nicht jeder ausrangierte Weihnachtsbaum taugt für einen Weiternutzung. Ganz wichtig ist die Eigenschaft, dass er nicht nadelt. Sind die Triebe schon trocken und dürr, fallen die Nadeln besonders schnell ab. Die beliebten Nordmanntannen behalten jedoch ihre Nadeln sehr lange. Besonders frisch bleiben die Triebe, wenn schon der Baum während der Standzeit im Zimmer mit ausreichend Wasser versorgt wurde. Dicht benadelte Zweige werden nun mit einer guten Schere in verschiedene Längen geschnitten. Sinnvoll sind grundsätzlich Bäume aus der regionalen Forstwirtschaft und zertifizierte Bio-Bäume.

Nutzungsmöglichkeiten im Garten

Immer öfter treten anhaltende Fröste erst im Januar oder noch später auf. Und da kommt der ausrangierte Weihnachtsbaum ins Spiel. Seine abgeschnittenen Zweige eignen sich wunderbar als Schutz, denn Kälte und Wintersonne können vielen Pflanzen im Garten schaden.

Rosen und besonders Hochstammrosen sind dankbar für einen Schutz vor Kälte, frostigem Wind und Wintersonne. Abgeschnittene Zweige werden wie ein dichtes Korsett um die Hochstammrose gebunden. So sind der Rosen-Stamm und die Triebe in der Krone geschützt. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Veredlungsstelle, damit diese nicht abstirbt. Eine solche Einkleidung kann auch ein sehr dekoratives und zugleich natürliches Element im winterlichen Garten sein.

Übrige Nadelgehölz-Zweige decken Sie über empfindliche Stauden und immergrüne Sträucher, denn Kahlfröste ohne Schneeauflage schädigen hier und auch bei Erdbeeren besonders.

Bedeckungen mit Zweigen von Nadelgehölzen haben den Vorteil, dass sie Kälteschutz und Schatten bieten. Zudem wird ein frühzeitiges Austreiben der Pflanzen unterdrückt. Im Gegensatz zu Abdeckungen mit Folie, sind die Nadelgehölz-Zweige luftdurchlässig und bieten Fäulnis keine Chance. Lassen Sie jedoch diesen natürlichen Schutz nicht zu lange, da sich sonst im Frühjahr lange und dünne Triebe bilden können. Nach der Zweit-Nutzung werden die Zweige zerkleinert und über den Kompost oder die Biotonne entsorgt.