Pressemitteilung - 07. Januar 2026
Apfel ist die beliebteste Obstsorte: Tag des deutschen Apfels am 11. Januar

Am 11. Januar ist wieder Tag des deutschen Apfels. Er ist das Lieblingsobst der Deutschen – ganz nach dem Motto „An apple a day keeps the doctor away“ (bedeutet in etwa: Jeden Tag einen Apfel essen – das spart den Arztbesuch). Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim widmet sich dem Apfel in ihren Forschungsprojekten unter anderem beim Thema der Resilienz von Anbausystemen. Im Dezember 2025 wurden für einen Versuch mit verschiedenen krankheitsrobusten und widerstandsfähigen Unterlagen und Sorten an drei Standorten in Bayern jeweils mehr als 1.200 Apfelbäume aufgepflanzt. Dabei sollen die herkömmlichen Anbaumethoden mit einem klima- und arbeitswirtschaftlich resilienteren Anbausystem verglichen werden. Bei dieser „Low-Input“-Variante wird versucht, mit weniger Betriebsmitteleinsatz trotzdem ein für einen Obstbaubetrieb gutes wirtschaftliches Ergebnis zu erzielen. Mehr Informationen gibt es über den unten stehenden Link.

Lieblingsobst
Pro Jahr essen die Deutschen durchschnittlich mehr als 20 Kilogramm Äpfel im Durchschnitt pro Jahr, wie Zahlen von Statista zeigen. Damit ist der Apfel die beliebteste Obstsorte – gefolgt von der Banane. Laut Statista lag die Apfelernte 2025 bundesweit bei mehr als einer Million Tonnen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Steigerung um rund 16 Prozent. 2024 haben vor allem Spätfrost und Hagel zu größeren Ertragseinbußen geführt. Im vergangenen Jahr war das Wetter für den deutschen Apfelanbau nahezu perfekt. Auch auf Streuobstwiesen oder im eigenen Garten gab es meist mehr als genügend Früchte.

Anbau in Franken bzw. Bayern
Fränkische Obstbauern bauen auf etwa 520 ha Fläche die knackigen Früchte an. Um die 50 Sorten sind in Hofläden, Wochenmärkten oder regionalen Lebensmittelmärkten im Angebot. Durch moderne Kühltechnik können viele Apfelsorten ganzjährig angeboten werden. Einen Obstbauern in der Nähe zu finden, ist leicht: Schauen Sie auf den beiden Übersichtsseiten für Franken bzw. ganz Bayern nach, die Sie unten verlinkt finden.

Welche Apfelsorte schmeckt am besten?
Der „Elstar“ gilt laut Statista als wichtigste Sorte in Deutschland. Er schmeckt süß-säuerlich mit typisch fruchtigem Aroma. Aber in Hofläden der bayerischen Obstbauern und ausgewählten Märkten gibt es noch eine viel größere Auswahl! Neben den Standardsorten, die auch in Discountern angeboten werden, sind dort z.B. Wellant, Rubinette oder Mairac zu finden. Einige Obstbauern setzen auf die in Bayern gezüchteten Sorten wie Freiherr von Hallberg, Rubinella oder den frühreifen schon ab Ende Juli reifen Sommernachtstraum.

Was, wenn ich allergisch auf Äpfel reagiere?
Die Apfelallergie ist sehr komplex und betrifft etwa 10 % der Menschen in Nord- und Mitteleuropa. Symptome können Rötungen, Bläschenbildung, Anschwellen der Schleimhäute und/oder Juckreiz im Mund sein. Ein großer Anteil der Menschen, die an Birkenpollenallergie leiden, reagiert auch auf Äpfel allergisch. Der Fachbegriff dafür ist Kreuzallergie. Hauptsächlich verantwortlich dafür ist das oft im Apfel vorkommende Protein Mal-d1. Es kann je nach Sorte häufig oder fast gar nicht im Fruchtfleisch vorkommen. Sorten mit niedrigem Mal-d1-Gehalt sind z.B. Santana, Sonnenglanz oder Gräfin Goldach, die es oft auch bei regionalen Obstbaubetrieben gibt. Sie können als allergikerfreundlich bezeichnet werden – trotzdem gilt das nicht für alle. Empfindliche Personen sollten vorsichtig bei dem Verzehr sein und zunächst nur ein kleines Stück ausprobieren.

Mehrere Äpfel der Sorte Sonnenglanz liegen in einem Korb.

Alexander Zimmermann
© LWG Veitshöchheim

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