Forschung- und Innovationsprojekt
Späte Trachten

Honigbiene auf Phacelia-Blüte

Auswirkungen von Spättrachten auf die Ein- und Überwinterung von Bienenvölkern

Der landwirtschaftliche Anbau von Zwischenfrüchten wie Phacelia und Gelbsenf kann je nach Umfang das Trachtangebot von Honigbienen bis spät in den Herbst hinein verlängern. Auch spätblühende Pflanzen wie das Drüsige Springkraut, Besenheide oder Efeu können je nach Region eine nennenswerte Spättracht darstellen.

Eine späte Pollen- und Nektarverfügbarkeit in größerem Umfang wird von der Imkerschaft allerdings unterschiedlich bewertet. Finden einige Imkernde größere Springkrautbestände positiv, weil sich dadurch Winterfutter einsparen lässt und Pollen für die Aufzucht der Winterbienen verfügbar ist, so sehen andere darin ein Problem und befürchten ein Verhonigen des Brutnestes oder dass sich die Winterbienen aufgrund der langanhaltenden Sammel- und Bruttätigkeit vorzeitig abarbeiten.

Im Rahmen des vom Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und des Landesverbands Bayerische Imker e.V. finanzierten Projekts „Späte Trachten“ wird daher über mehrere Jahre untersucht, wie sich der Anbau von spätblühenden Kulturen im Oktober und November beziehungsweise größere Bestände an Drüsigem Springkraut auf die Überwinterung von Bienenvölkern auswirken.

Zwischenbericht

Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse im Zeitraum 01.09.2019 bis 30.04.2021:

Juli 2021 - Zwischenbericht Späte Trachten pdf 2,7 MB